In der klassischen Astrologie hat die Sekte eine ausschlagende Bedeutung. Sie unterscheidet grundsätzlich, ob ein Mensch bei Tag oder bei Nacht auf die Welt gekommen ist. Bei einer Nachtgeburt befindet sich die Sonne unterhalb des Horizonts, also in den Häusern 1-6. Bei einer Taggeburt befindet sie sich oberhalb des Horizonts, also in den Häusern 12-7.

Grundsätzlich können Tag- und Nachtgeburten beide entweder stark oder schwach sein. Wichtig zu sehen ist vielmehr, wo genau die Planeten stehen, da auch sie eine Polarität haben. Genauso wie es tagaktive Tieren und Pflanzen gibt, sind auch bestimmte Planeten eher bei Tag oder bei Nacht aktiv.

Sonne, Saturn und Jupiter gelten als Tagesplaneten. Sie stehen also am besten in einem Tageshoroskop in der oberen Hälfte, die als “aktiv” gilt. Bei einer Nachtgeburt sollten sich diese Planeten am besten unterhalb des Horizonts befinden.

Mond, Mars und Venus sind Nachtplaneten. Sie stehen am besten in einem Nachthoroskop über dem Horizont (die dann aktiv ist) bzw. in einem Tageshoroskop unter dem Horizont.

Merkur kann sowohl ein Tages- als auch ein Nachtplanet sein, dies hängt von seiner Position im Verhältnis zur Sonne ab. Wenn er vor der Sonne aufgeht, wird er als Tagesplanet angesehen, geht er nach ihr auf, ist es ein Nachtplanet.

Wenn ein Planet in der korrekten Horoskophälfte je nach Tages/Nachtzeit steht, befindet er sich in seiner Halb.

Sonne, Mars, Jupiter und Saturn sind maskuline Planeten. Venus und Mond sind feminine Planeten. Sie stehen besonders stark in Zeichen, die ihrer Natur entsprechen. Maskuline Zeichen sind Widder, Zwillinge, Löwe, Waage, Schütze, Wassermann, wohingehend Stier, Krebs, Jungfrau, Skorpion, Steinbock und Fische feminine Zeichen sind.

Wenn sich maskuline Planeten in einem maskulinen Zeichen befinden UND in ihrer Halb sind, also Mars bei Nacht über dem Horizont und in einem maskulinen Zeichen steht bzw. Sonne, Jupiter und Saturn sich in einem maskulinen Zeichen befinden und in einem Tageshoroskop über dem Horizont stehen, befinden sie sich in ihrer stärkstmöglichen Position, die Hayyiz genannt wird. Mond und Venus stehen in ihrer Hayyiz, wenn sie in einem Nachthoroskop in einem femininen Zeichen über dem Horizont stehen.

Weiterführende Literatur:

  • Firmicus Maternus, Die Acht Bücher des Wissens, Chriron Verlag
  • Barbara Dunn, Horary re-examined The Possibility or Impossibility of the Matter Propounded, The Wessex Astrologer
  • Robert Hand, Night and Day Planetary Sect in Astrology, ARHAT Publications

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